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Sparsam und immer noch giftig

Lampenladen24 in Energiesparlampen am 11.08.2011  

Das Thema ist nicht neu, aber immer noch sehr aktuell. Die Problematik der giftigen Energiesparlampen besteht noch immer, das Problem der richtigen Entsorgung ebenfalls. Eigentlich sollte man Energiesparlampen mit einem guten Gewissen kaufen, schließlich tut man nicht nur etwas für die eigene Stromrechnung, sondern auch gleich etwas Gutes für die Umwelt. So sollte es eigentlich sein, aber leider werden immer noch viel zu viele Energiesparlampen falsch entsorgt. Nur rund 10% aller Energiesparlampen werden richtig entsorgt, entweder über eine spezielle Sammelstelle oder direkt über die Müllsammelstelle in der eigenen Stadt. Obwohl dieses Jahr am 1.September die 60 Watt Glühbirne auch noch aus den Regalen der Geschäfte verschwinden wird und damit auch das Problem der Entsorgung der Energiesparlampen zunehmen wird, hat sich nichts geändert.

Wir haben bereits über das Problem berichtet, sowohl über den giftigen Inhalt der Energiesparlampen als auch über das Problem der Entsorgung. Tatsächlich hat sich seitdem nichts geändert. Deutschland schafft die Glühbirne ab, schafft es aber im Gegenzug nicht den Handel zur Rücknahme der Energiesparlampen zu verpflichten. Was für Batterien gesetzlich vorgeschrieben ist, wurde bis heute für die Energiesparlampe nicht in Angriff genommen, geschweige denn umgesetzt. Der Handel wehrt sich, mit einer Rücknahmepflicht würde eine erhöhte Gefahr für die Mitarbeiter und Kunden bestehen, zu leicht zerbrechen die Leuchtmittel. Da nimmt man es doch lieber in Kauf, dass 90% aller Energiesparlampen illegal über den Hausmüll entsorgt werden und das Gift in den Leuchtmittel ungehindert in die Umwelt gelangt.

In anderen Ländern ist das Problem der Rücknahmepflicht gar kein Problem. In Norwegen beispielsweise nimmt man Energiesparlampen schon seit Jahren zurück und entsorgt sie fachgerecht, weder mit Problemen für den Handel verbunden, noch für den Verbraucher. Nur in Deutschland läuft man wieder einmal Sturm gegen eine Maßnahme, die so dringend notwendig wäre. Die Umweltfreundlichkeit wird nicht nur untergraben, mit dem Gift, das in den Energiesparlampen enthalten ist, wird die Energieersparnis in den Hintergrund gedrängt und vielleicht tut sich in Zukunft ein noch viel größeres Problem als der Stromverbrauch auf.

Energiesparlampen werden bis zum Jahr 2012 die herkömmliche Glühbirne vollständig ersetzen. Aufgrund ihrer positiven Energieeigenschaften werden sie hoch gelobt, doch was passiert, wenn eine Energiesparlampe kaputt geht und wie entsorgt man sie richtig? Energiesparlampen verbrauchen 80% weniger Energie, als eine herkömmliche Glühbirne. Doch was kaum jemand weiß, sie enthalten giftige Stoffe, die nicht in den Hausmüll gehören. Eigentlich müssten beschädigte und ausgediente Energiesparlampen getrennt entsorgt werden und gehören in Problemstoff-Sammelstellen.

Zum einen ist dies unter den Verbrauchern kaum bekannt und wird auch in den Medien kaum bekannt gemacht und zum anderen weiß kaum jemand wo in seiner Stadt diese Problemstoff-Sammelstellen überhaupt vorhanden sind. Lediglich 10%-20% der verwendeten Energiesparlampen werden fachgerecht entsorgt, der gesamte Rest wandert in den Hausmüll. Es fehlen aber nicht nur die Informationen über Entsorgungsstellen, bis heute lässt die Politik den Händlern die freie Wahl, ob sie die alten Energiesparlampen zurück nehmen oder eben nicht. Zahlreiche Händler lehnen eine Rücknahme ab und verweisen darauf, dass Energiesparlampen in den Sondermüll gehören.

In einem bundesweit durchgeführten Test ergab sich, dass nur jeder 5.Händler alte Energiesparlampen zurück nimmt. Aber Geschäfte, die keine Entsorgung anbieten, verstoßen damit nicht gegen das Recht, denn diese Vorschrift gibt es bislang noch nicht, die Rücknahme ist rein freiwillig. Energiesparlampen enthalten geringe Mengen Quecksilber und müssen daher eigentlich mit Gasentladungslampen entsorgt werden. Landen nun die Energiesparlampen im Hausmüll, gelangen sie in die Verbrennung, dort werden die giftigen Gase während der Verbrennung freigesetzt.

Eine Alternative wäre ein Pfandsystem, allerdings besteht das Gegenargument, dass die Energiesparlampen dann noch teurer werden würden und sie niemand mehr kaufen würde. Dieses Argument dürfte allerdings für einigermaßen unsinnig gehalten werden, dann das gezahlte Pfand würde man bei der Rückgabe wieder zurückerhalten. Genauso funktioniert es auch bei Getränken, auch hier ist das Pfand erheblich angestiegen, gekauft werden Pfandflaschen dennoch. Wahrscheinlich steht hinter dieser Argumentation mehr die Bequemlichkeit des Handels, denn das Pfandsystem wäre mit Aufwand für den Handel verbunden.

Tipp: Erkundigen Sie sich bei ihrer örtlich zuständigen Abfallentsorgungsstelle, wo in ihrer Stadt die Energiesparlampen entsorgt werden können. Man muss schließlich nicht jede Lampe einzeln entsorgen, sondern kann ein paar ausgediente Energiesparlampen sammeln und dann wegbringen.

Mit dem 1.September ist die zweite Stufe der Ablösung der Energiesparlampe in Kraft getreten. Es dürfen keine 75 Watt Glühbirnen mehr verkauft werden.

Fast auf den Tag genau vor 25 Jahren wurde der Vorläufer der heutigen Energiesparlampe auf der Hannover Messe vorgestellt. Heute, genau 25 Jahre später, feiert man den Anlass des 25. Geburtstages und nimmt das Datum als Anlass für einen kurzen Rückblick.

Die Firma Osram präsentierte damals die erste „Elektronische Sparlampe“, sie trug den Namen Dulux EL 85 und kostete stolze 39,95 DM. Kaum jemand konnte vor 25 Jahren erahnen, welchen Siegeszug die Sparlampe antreten würde. In der Größe haben sie sich deutlich verkleinert, die Technik ist im Wesentlichen gleich geblieben. Heute hat die Energiesparlampe die herkömmliche Glühbirne nahezu vollständig vom Markt verdrängt, auch aufgrund der strengen EU-Richtlinien. Die Gründe für den Erfolg der Energiesparlampen sind klar, zum einen lässt sich für den Verbraucher eine Menge Geld sparen und zum anderen war das Umdenken ein wichtiger Schritt in Richtung Reduzierung des CO² Ausstoßes. Für den Verbraucher ergibt sich allein im Stromverbrauch für Lampen und Leuchten ein Einsparpotenzial zwischen 60% und 80%. Außerdem haben Energiesparlampen eine wesentlich längere Lebensdauer, so dass auch die Anschaffungskosten für die Leuchtmittel deutlich gesenkt werden können. Mit der Abschaffung der alten Glühbirne können im Jahr 15 Tonnen Kohlendioxid jährlich weniger produziert werden.

Allerdings gibt es nicht nur Befürworter der Energiesparlampen, auch zum Geburtstag wird die Kritik geäußert. Die Produktion der Energiesparlampen verbraucht deutlich mehr Energie, als die der normalen Glühbirnen. Zudem enthalten die Energiesparlampen Quecksilber, damit sind sie Sondermüll, wenn die Lebensdauer erreicht ist. Auch die Lichtfarbe wird noch kritisiert, je nach Qualität der Leuchtstofflampen strahlen sie ein verschiedenes Licht ab und verfälschen zum Teil die Farben.

Nachdem die Energiesparlampen so gut angenommen wurden und die Massenproduktion gestartet wurde, konnten auch die Preise deutlich gesenkt werden. Alfred Wacker, Fa. Osram, setzt bei sich zuhause allerdings im Wohn- und Essbereich auf Halogenlampen, dies seien aber die einzigen Bereiche wo es keine Energiesparlampen geben würde, überall sonst im Haus hat er seine alten Glühbirnen längst ausgetauscht.

Mit der Einführung der Energiesparlampe wurde das Thema Energiesparmaßnahmen erneut belebt. Nachdem der Energieausweis schon für einigen Aufruhr gesorgt hatte, wird die Energiesparlampe nun zur Pflicht. Energie sparen, ein wichtiges und unerlässliches Thema der heutigen Zeit. (weiterlesen…)

So mancher Verbraucher wird sich wohl denken, dass die Energiesparlampe, welche aktuell durch alle Medien geistert, eine technische Neuerung sei. Während man gerade über die neue Gesetzgebung diskutiert, verliert man die Geschichte der Energiesparlampe etwas aus den Augen. Denn so neu wie man meint, ist diese Form des Lichtes keineswegs. (weiterlesen…)