Steigende Strompreise 2012

Lampenladen24 in Energiesparen am 18.12.2011  

Der Kunde zahlt die Energiewende, den Netzausbau und letztlich auch die Verluste der Stromkonzerne. Die Begründungen für ständig steigende Strompreise hören sich irgendwie immer gleich an, Realität ist aber wieder einmal, dass die Strompreise im kommenden Jahr erneut steigen werden. Neben Benzinkosten und allgemeinen Inflationskosten sind Strompreise von einem Preisanstieg nie ausgenommen. Jährlich steigen sie, mitunter auch schon bis zu zweimal im Jahr. Mal sind es die steigenden Rohstoffpreise, mal dies und mal jenes, in den letzten Monaten hat sich die kommende Energiewende als plausible Begründung verfestigt. Die Anteile an den Kosten, die auch die Energiekonzerne tragen sollten, bleiben dabei meist unerwähnt.

2012 werden es 50 Euro

Ab 2012 werden es wohl im Durchschnitt 50,- Euro jährlich mehr werden, die Stromkunden aufbringen müssen. Bei der Angabe der Preissteigerung wird immer ein 4-Personen Haushalt mit 4.000 Kilowattstunden Verbrauch jährlich zugrunde gelegt. Schon in diesem Jahr haben Stromkunden deutlich mehr EEG-Umlage gezahlt, als die Stromkonzerne selbst. So werden zum Beispiel Großbetriebe von der EEG-Umlage und den Steigerungen von Netzentgelten ausgenommen, um die Konjunktur nicht abzuschwächen. Interessant, dass ausgerechnet Großkonzerne verschont bleiben, aber der kleine Verbraucher alljährlich gebeten wird tiefer in die Tasche zu greifen. Was bleibt dem Verbraucher?

Verbraucherschützer raten zu einem Stromanbieterwechsel

Interessanterweise bleibt der deutsche Stromkunde recht träge und allzu häufig in dem teuren Grundtarif seines örtlichen Versorgers hängen. Verbraucherschützer raten immer wieder zu einem Stromanbieterwechsel, nicht nur um Kosten zu sparen, sondern auch um deutlich mehr Druck auf Konzerne auszuüben. Doch selbst die jährlich steigenden Strompreise veranlassen den Großteil der Deutschen nicht zu einem Anbieterwechsel, obwohl jeder Haushalt bares Geld sparen könnte. Selbst Ökostrom ist häufig preiswerter als Atomstrom in den Grundtarifen. All die Argumente und die kostenlosen Vergleichsrechner scheinen nicht zu überzeugen, der Deutsche zeigt sich wechselträge. Verbraucherschützer raten zu Stromtarifen mit kurzen Laufzeiten, die am besten 1 Jahr nicht übersteigen. Außerdem erhält der Kunde ein Sonderkündigungsrecht, sobald seine Preiserhöhung eingetroffen ist. Nach Zugang der Preiserhöhung kann der Stromkunde innerhalb von 6 Wochen seinen Stromanbieter ohne Einhaltung der Kündigungsfrist wechseln.

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