Kein Fortschritt bei der Nutzung von intelligenten Stromzählern

Lampenladen24 in Energiesparen am 11.11.2011  

Zu Beginn des Jahres 2010 haben wir über die Änderungen für Verbraucher berichtet, die sich aus der Energiesparverordnung ergeben. Nun ist das Jahr vorüber und wir haben uns erneut informiert, wie weit die Entwicklung der Smart-Meter, die ab 2010 für bestimmte Haushalte vorgeschrieben sind, fortgeschritten ist. Die intelligenten Stromzähler sind eigentlich die Vorbereitung auf die geplante Energiewende 2020. Sieht man sich andere Länder an, wie zum Beispiel in Skandinavien, ist die Nutzung der Smart-Meter dort kaum ein Problem. Doch hierzulande ist die Entwicklung rückschrittlich. Zum einen müssen Smart-Meter nur verbaut werden, wenn der durchschnittliche Jahresverbrauch eines Haushaltes über 6.000 Kilowattstunden liegt, was kaum einen Haushalt betrifft. Außerdem betroffen sind Haushalte, die neu bauen oder umfassend sanieren. Flächendeckend vorgeschrieben sind Smart-Meter noch nicht.

Das ist auch gar nicht das eigentliche Problem, denn selbst wenn Smart-Meter gesetzlich eingebaut werden müssten, kann der Verbraucher sie überhaupt noch nicht sinnvoll nutzen. Zum einen fehlt es nach wie vor am Angebot flexibler Stromtarife. Energie aus erneuerbaren Energiequellen unterliegt Produktionsschwankungen. Dementsprechend kann nicht gleichmäßig viel Energie geliefert werden, Engpässe sind also bei der Versorgung möglich. Nun war eigentlich angedacht, dass der Verbraucher mit dem Smart-Meter selbst kontrollieren kann, ob gerade viel Strom produziert wird und der Strompreis fällt, oder ob wenig Strom vorhanden ist und der Strompreis steigt. Anhand dieses Wissens könnten dann elektrische Geräte so programmiert werden, dass sie sich einschalten, wenn der Strompreis günstig ist. Nun fehlt es aber immer noch an flexiblen Stromtarifen, so dass der Smart-Meter nicht wie geplant genutzt werden kann. Lastvariable Stromtarife fehlen immer noch bei den meisten Stromanbietern, so dass kaum Kunden aus eigenem Interesse wechseln.

Hinzu kommt ein weiterer Nachteil, Smart-Meter können nur effektiv genutzt werden, wenn entsprechende Haushaltsgeräte vorhanden ist. Doch auch hier fehlt es an allen Ecken und Enden. Der Hersteller Miele hat ein paar Neuheiten auf einer Messe vorgestellt, doch die Geräte sind so teuer, dass sie sich kaum jemand leisten kann. Ob die Energiewende tatsächlich bis 2020 wie geplant umgesetzt werden kann und der Verbraucher sich mit intelligenter Technik daran beteiligen kann, bleibt bis heute offen.

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