Am Sonntag eröffnete in Frankfurt die Messe „Light and Building“. Wir berichteten im vorherigen Blogbeitrag schon kurz darüber. Im Zuge der Messe gab die Lichtbranche bekannt, dass sich die Stimmung deutlich aufhellt, man freut sich über eine Umsatzsteigerung in diesem Jahr. Die Leuchtenindustrie konnte sich nach dem letzten Jahr wieder erholen, nachdem im Jahr 2009 aufgrund der Wirtschaftskrise die Umsätze zurückgingen, geringere Nachfrage aus dem Ausland, können nun im ersten Quartal 2010 endlich wieder bessere Zahlen veröffentlicht werden. Auch das deutsche Konjunkturprogramm mit verantwortlich für die positiven Aussichten. Neben den Anbietern für technische Leuchten, werden auf der Fachmesse auch zahlreiche internationale Wohnraumleuchtenhersteller präsentiert.
Interessant war auch die Präsentation des Hauses der Zukunft. Das intelligente Haus regelt den gesamten Stromverbrauch und kann damit mit allerlei technischen Neuerungen aufwarten. Wie wir bereits berichtet haben, wissen immer noch viel zu wenige Verbraucher welche Geräte überhaupt wie viel Energie verbrauchen. Das intelligente Haus der Zukunft zeigt an, welche Geräte wann und wie viel Strom verbrauchen. Zusätzlich wird aber auch auf Energieeffiziente Geräte gesetzt, LED Leuchttechnik und E-Strom Autos. Das System kann aber noch mehr, denn auf Knopfdruck lassen sich sämtliche Geräte, Jalousien und Garagentore steuern. Das gesamte System ist an das Internet angeschlossen, so können sämtliche Geräte auch von unterwegs gesteuert werden. Das „Smart-Meter-System“ kann auch erkennen wann der Strom am günstigsten ist. Im Jahr 2011 werden alle Stromversorger gezwungen sein die neuen last- und zeitvariablen Tarife anzubieten. Ist der Strom nachts preiswerter, kann das System automatisch den günstigen Strom nutzen, Trockner, Waschmaschine oder Elektroauto laufen dann nachts zu den preiswerteren Tarifen. Das Haus ist 1000qm groß und verfügt über 7 Zimmer, in denen anschaulich erklärt wird wie das System funktioniert. Ebenfalls beinhaltet das Haus die Energie Ampel. In Frankreich schon Standard, ist die Energie Ampel in Deutschland noch nicht ganz ausgereift. Die Energie Ampel leuchtet rot, orange oder grün, je nach Stromverbrauch und zeigt dem Bewohner aktuell an welche Geräte teuer funktionieren oder eben preisgünstig.
Und was kostet das energieeffiziente Haus? Bei einem Neubau muss man 20% zusätzliche Kosten der Elektroinstallation rechnen, bei Altbauten kann es sogar noch etwas teurer werden, da in manchen Fällen Wände aufgerissen werden müssen. Allerdings rechnet sich die Anschaffung mit den Jahren durch den geringeren Stromverbrauch.
