„Ökostrom-Wechselwoche“

Lampenladen24 in Aktuelles am 21.09.2011  

Kurz nach dem atomaren Unglück in Japan konnten die Ökostromanbieter in Deutschland einen regelrechten Boom verzeichnen. Die Nachfrage stieg enorm an, die Kundenzahlen stiegen. Doch nun ist es wieder ruhig geworden um das Thema Ökostrom. Die Angst der Menschen hielt nicht lange genug vor, so dass der Wille den Stromanbieter zu wechseln genauso schnell wieder gesunken ist, wie er vor ein paar Monaten angestiegen ist.

Diese Woche läuft zum zweiten Mal die „Ökostrom-Wechselwoche“. Die Woche wird zum zweiten Mal vom Bündnis aus 23 Organisationen veranstaltet und soll Verbrauchern die ernste Thematik wieder ins Gedächtnis rufen. 23 Umweltorganisationen, von Greenpeace über den BUND, den NABU, Robin Wood, WWF bis zur Deutschen Umwelthilfe Aktionen veranstalten verschiedene Veranstaltungen, verteilen Informationsflyer und stellen die 4 Energieanbieter vor, die tatsächlich zu 100% reinen Ökostrom liefern. Erfüllt werden die Kriterien ausschließlich von den nachfolgend genannten Anbietern: Elektrizitätswerke Schönau GmbH, Greenpeace Energy eG, LichtBlick GmbH und Naturstrom AG.

Viele Verbraucher fürchten noch immer, dass Ökostrom teurer sei als konventioneller Strom. Doch es lohnt sich genau hinzuschauen, denn bei vielen Billig-Anbietern verstecken sich die Kosten an anderer Stelle, so dass man am Ende sogar noch mehr bezahlen würde als bei einem Ökostromanbieter. Vor allem Stromkunden, die seit Jahren im Grundtarif des örtlichen Stromlieferanten stecken, sollten sich einmal die Mühe machen und einen Strompreisvergleich nutzen. Gerade die Grundtarife der örtlichen Anbieter sind meist teurer, doch darauf wird natürlich kein Kunde hingewiesen. Vielerorts ist Ökostrom dann sogar günstiger, wechseln kann sich in jeder Hinsicht lohnen.

Wer die Energiewende wirklich unterstützen möchte, sollte sich für einen der vier genannten Anbieter entscheiden. Der Ökostromanteil der konventionellen Betreiber liegt nach wie vor weit unter dem Maß, das möglich wäre. Häufig wird im Ausland weiterhin Atomstrom produziert oder in Deutschland selbst an Kohlekraftwerken gebaut. Beides dient keineswegs der Förderung der Energiewende. Weitere Informationen finden Sie unter: http://www.atomausstieg-selber-machen.de/startseite.html

Beiträge die Sie interessieren könnten:

  • keine weiteren Beiträge vorhanden

Kommentar hinterlassen