EnBW erhöht Strompreise drastisch

Lampenladen24 in Aktuelles am 21.08.2011  

Die schon als ungeheuerlich zu bezeichnende Strompreiserhöhung des Stromlieferanten EnBW trifft zwar nicht jeden, aber die, die es trifft wird es hart treffen. Der Konzern EnBW erhöht die Preise für Strom um bis zu 56%, die Preiserhöhung trifft Haushalte, die Stromheizungen und elektrische Wärmepumpen nutzen. Betroffen sind also „nur“ die Stromtarife für Wärmestrom. Der Preisaufschlag kommt nicht unbedingt unerwartet, allerdings hatte ihn wohl kaum jemand in dieser Größenordnung erwartet. Die Begründungen klingen eigentlich wie immer und unterscheiden sich kaum von den sonstigen Strompreiserhöhungen. In einer Pressemitteilung schreibt EnBW die gestiegenen Strombeschaffungskosten sowie die EEG-Umlage seien schuld an der drastischen Preiserhöhung. Zudem verweist das Unternehmen auf die bisherigen sehr niedrigen Tarifkosten. Dies stimmt auch, im Vergleich zu anderen Anbietern konnte EnBW zunächst mit kleinen Preisen für Wärmestrom punkten. Aber genau hier steckt auch der Teufel im Detail.

Zunächst wird der Verbraucher mit extrem niedrigen Preisen für Wärmestrom gelockt. Er installiert Stromheizungen oder elektrische Wärmepumpen im Glauben dies sei eine günstige Alternative. Wer dann in eine der beiden Möglichkeiten investiert hat, rückt also so schnell auch nicht wieder davon ab, denn wer soll solch einen Umbau bezahlen, wenn sich die Anlage noch lange nicht rentiert hat. Damit steht der Verbraucher also in der Abhängigkeit des Stromlieferanten, erhöht dieser seine Preise für Wärmestrom bleibt dem Verbraucher kaum eine andere Möglichkeit als seine Anlage weiterhin zu nutzen.

Schon im Jahr 2010 hatte sich das Bundeskartellamt kritisch zu dieser Methode geäußert. EnBW ist nicht der einzige Energieversorger, der mit dieser Strategie Kunden in die Falle gelockt hat. Allerdings ist EnBW zum jetzigen Zeitpunkt der einzige Stromlieferant, der seine Preise so stark erhöht hat. Das Konzept ist nicht neu. Stromversorger bieten Wärmestrom zu Dumping-Preisen an und arbeiten in diesem Bereich nicht kostendeckend. Logischerweise wollen sie aber auch in dieser Sparte Gewinne erzielen, also werden die Preise erhöht. Betrachtet man die Lage sachlich, dann ist es von Beginn an nicht logisch gewesen Wärmestrom billiger anzubieten als Haushaltsstrom. Diese Schlussfolgerung wird dem Verbraucher nichts mehr nutzen, denn er muss wohl oder übel die Mehrkosten bezahlen.

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